9. Unterrichtsblock

KI Entwicklerkurs

Kursinhalte

  • Was ist KI-gestützte Produktgestaltung?
  • Planung mit KI
  • Visuelles Design mit KI
  • Varianten & Optimierung
  • Text & Sprache
  • Präsentation & Branding

Produktgestaltung mit KI

Produktgestaltung umfasst die kreative und strategische Entwicklung von Produkten – von der ersten Idee über die visuelle Umsetzung bis zur Präsentation. Dabei geht es nicht nur um ein schönes Design, sondern darum, Funktion, Ästhetik und Nutzerfreundlichkeit sinnvoll zu verbinden. Ein gut gestaltetes Produkt soll seinen Zweck erfüllen, ansprechend wirken und intuitiv nutzbar sein – ob es sich um ein Logo, eine Verpackung, eine App oder ein Lernformat handelt.

8 zentrale Anwendungsfälle von KI in der Produktentwicklung

Die vorliegende Illustration zeigt das gesamte Spektrum, wie Künstliche Intelligenz heute die Entstehung neuer Produkte revolutioniert – von der ersten Marktanalyse bis hin zur langfristigen Wartung. In unserer Unterrichtseinheit werden wir uns jedoch nicht mit allen acht Bereichen beschäftigen, sondern uns gezielt auf die kreativen und strategischen Phasen konzentrieren, in denen KI als direkter Partner im Designprozess agiert.

Hier siehst du, wie unsere Unterrichtsthemen in das große Modell der acht Anwendungsbereiche eingebettet sind:

1. Planung (Punkt 1)

In der Planungsphase hilft KI, erste Produktideen zu entwickeln, Zielgruppen zu analysieren und eine passende Markenidentität zu entwerfen. Sie liefert kreative Impulse, erkennt Trends und unterstützt bei der Positionierung des Produkts im Markt.

2. Visuelles Design (Punkt 2)

KI kann visuelle Elemente wie Logos, Verpackungen, Mockups oder Social-Media-Grafiken generieren – oft auf Basis weniger Stichworte. Dabei entstehen schnell erste Entwürfe, die weiterentwickelt und angepasst werden können. Visuelles Design beeinflusst maßgeblich, wie ein Produkt wahrgenommen wird.

4. Varianten & Optimierung (Punkt 4)

KI erstellt zahlreiche Design- und Textvarianten, erkennt Muster und schlägt Verbesserungen vor. So lassen sich Layouts testen, Inhalte vergleichen und Entscheidungen datenbasiert treffen. Die Optimierung erfolgt oft schneller und systematischer als bei manueller Gestaltung.

3. Text & Sprache (Schnittstelle zu Punkt 5 & 8)

KI formuliert Produktnamen, Slogans und Werbetexte, die zur Zielgruppe und zum gewünschten Ton passen. Sie kann verschiedene Stilrichtungen ausprobieren, Texte optimieren und Inhalte für unterschiedliche Medienformate erstellen – von Produktbeschreibungen bis zu Storytelling-Elementen.

5. Präsentation & Branding (Verknüpfung von Punkt 1 & 2)

In der finalen Phase der klassischen Produktentwicklung unterstützt KI bei der Gestaltung von Präsentationen, Werbematerialien oder akustischen Elementen wie Jingles und Intros. Sie hilft, das Produkt konsistent und wirkungsvoll darzustellen – visuell, sprachlich und emotional. Obwohl diese Schritte klassischerweise am Ende stehen, verschieben sich die Grenzen durch den Einsatz von KI deutlich nach vorne: Da du der KI bereits in der Planungsphase klare Vorgaben zu Markenwerten und Tonalität geben musst, bildet das Branding von Beginn an das strategische Fundament deiner Arbeit. Gleichzeitig ermöglichen KI-Tools ein so schnelles und hochwertiges Prototyping, dass deine Entwürfe bereits während der Entwicklung präsentationsreif sind und der Prozess somit viel fließender und interaktiver abläuft.

KI in der Produktentwicklung: Geschäftliche Vorteile

Steigerung der Produktivität KI automatisiert zeitintensive Routineaufgaben, von der umfassenden Datenanalyse bis hin zu komplexen Testverfahren. Entwicklungsteams gewinnen dadurch wertvolle Zeit für kreative und strategische Tätigkeiten. Ein Großteil der Entwickler nutzt KI-Werkzeuge bereits aktiv zum Schreiben von Code, zur Dokumentation oder zur Optimierung von Abläufen. Unternehmen profitieren so von schnelleren Veröffentlichungen bei gleichzeitig geringerem Ressourceneinsatz.

Senkung der Entwicklungskosten Der gezielte Einsatz von KI hilft dabei, Projektkosten spürbar zu senken, ohne die Qualität zu beeinträchtigen. Generative KI ermöglicht es beispielsweise, tausende Designvarianten in kürzester Zeit zu simulieren, was die Ausgaben für physische Prototypen und manuelle Tests massiv reduziert. In Forschung und Produktion lassen sich dadurch erhebliche Einsparungen realisieren.

Schnellere Markteinführung (Time-to-Market) Durch den Einsatz von KI-Instrumenten lässt sich die Zeitspanne von der ersten Idee bis zur Marktreife deutlich verkürzen – oft um bis zu 50 %. Intelligente Algorithmen unterstützen bei der Marktanalyse, der schnellen Erstellung von Prototypen und der Prüfung von Hypothesen. So können Unternehmen wesentlich flexibler und schneller auf aktuelle Kundenbedürfnisse reagieren.

Höhere Produktqualität KI-basierte Lösungen sind in der Lage, Schwachstellen und Fehler bereits in sehr frühen Entwicklungsphasen zu identifizieren. Da eine Fehlerbehebung zu diesem Zeitpunkt deutlich kostengünstiger ist, steigert dies die Effizienz enorm. Das Ergebnis sind hochwertige und zuverlässige Produkte, die die Kundenzufriedenheit und die Markentreue nachhaltig fördern.

Stärkere Innovationskraft Generative KI schafft die Grundlage für völlig neue, innovative Abläufe. Sie analysiert komplexe Datenmuster und Nutzerpräferenzen, um die Entwicklung neuer Inhalte und Funktionen zu unterstützen – Prozesse, die früher Monate in Anspruch nahmen. Dies macht die Produktentwicklung agiler und öffnet Türen für kreative Lösungen, die zuvor nicht denkbar waren.

Personalisierte User Experience Die Bedeutung von KI-gestützten Kundeninteraktionen nimmt stetig zu. Da eine große Mehrheit der Nutzer personalisierte Markenerlebnisse bevorzugt, bietet KI hier einen entscheidenden Vorteil: Sie analysiert das Nutzerverhalten in Echtzeit und ermöglicht es, Produkte und Dienstleistungen gezielt an individuelle Bedürfnisse anzupassen.

Datenbasierte Entscheidungsfindung KI verwandelt große, unübersichtliche Datenmengen in verwertbare Erkenntnisse. Dies verbessert die Genauigkeit von Prognosen und reduziert Geschäftsrisiken erheblich. Unternehmen, die KI aktiv integrieren, erzielen oft einen signifikanten Anteil ihres Umsatzes durch rein digitale oder KI-optimierte Produkte.

Flexibilität und Skalierbarkeit KI-Tools machen die Produktentwicklung flexibler. Intelligente Algorithmen ermöglichen es Teams, schnell auf Marktveränderungen zu reagieren und Prozesse kosteneffizient zu skalieren, ohne dass die Leistung darunter leidet. Dies sichert einen langfristigen Wettbewerbsvorteil in einem dynamischen Marktumfeld.

Aufgabe – KI-Design-Agent

Schaut euch das Video: „Der welteit erste KI-Design-Agent“ an und beantwortet die Fragen:

Konzept „KI-Design-Agent“:

  • Erklärt in eigenen Worten, was einen „KI-Design-Agenten“ wie Lovart AI von einzelnen KI-Bild- oder Videogeneratoren unterscheidet. Welche neue Funktion oder Fähigkeit bringt ein Agent mit sich?
  • Welche verschiedenen KI-Modelle werden laut Video in Lovart AI integriert und warum ist das ein Vorteil?

Automatisierung im Designprozess:

  • Nennt drei konkrete Designaufgaben, die Lovart AI automatisch vom Prompt bis zum fertigen Designpaket (oder Video) übernimmt.
  • Wo seht ihr die größten Zeitersparnisse durch einen solchen Agenten?

Kritische Bewertung:

  • Diskutiert die Vorteile und möglichen Nachteile oder Grenzen eines solchen umfassenden KI-Agenten im Vergleich zu einem menschlichen Designer. (Denkt an Aspekte wie Kreativität, Individualität, Fehleranfälligkeit.)
  • Welche Rolle bleibt für den menschlichen Designer, wenn solche Agenten immer leistungsfähiger werden?

Ein KI-Design-Agent (wie im Video gezeigt) ist die nächste Stufe der KI-Unterstützung. Im Gegensatz zu einzelnen Generatoren, die nur eine Aufgabe (z.B. ein Logo) übernehmen, kann ein Agent mehrere Designschritte automatisch ausführen. Er integriert verschiedene KI-Modelle, um aus einem einzigen Prompt ein komplettes Paket (z.B. Logo, Visitenkarte, Werbematerialien) zu erstellen. Dies führt zu einer enormen Zeitersparnis, aber die kreative Kontrolle und die strategischen Entscheidungen bleiben weiterhin in der Verantwortung des Menschen.

Planung mit KI

Was bedeutet Planung?

Die Planungsphase ist das Fundament jeder Produktgestaltung. Hier wird entschieden, was das Produkt leisten soll, für wen es gedacht ist und wie es sich von anderen abhebt. KI kann in dieser Phase als kreativer Impulsgeber, strategischer Berater und Strukturhilfe eingesetzt werden. Sie liefert Ideen, erkennt Muster und hilft dabei, Zielgruppen zu definieren, Markenstile zu entwickeln und Namensvorschläge zu generieren – schnell, vielfältig und datenbasiert.

Zentrale Fragen in der Planung

  • Was ist die Grundidee? → Welches Problem wird gelöst? Welcher Nutzen entsteht?
  • Wer ist die Zielgruppe? → Alter, Interessen, Bedürfnisse, digitale Gewohnheiten
  • Was ist der Stil & die Tonalität? → Seriös, verspielt, kreativ, technisch, emotional?
  • Wie soll das Produkt heißen? → Namensideen, Markenstil, Wiedererkennung
  • Was macht das Produkt besonders? → USP (Unique Selling Proposition), Werte, Haltung

Wie unterstützt KI in der Planung?

KI kann in dieser Phase als kreativer Impulsgeber, strategischer Berater und Strukturhilfe eingesetzt werden. Sie liefert Ideen, erkennt Muster und hilft dabei:

  • Produktkonzepte zu entwickeln oder zu verfeinern
  • Zielgruppenprofile zu generieren
  • Namensvorschläge zu erstellen und zu bewerten
  • Markenwerte und Stilrichtungen zu formulieren
  • bestehende Angebote zu vergleichen und Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten

Die KI ersetzt dabei nicht die eigene Kreativität – sie erweitert sie.

ToolUnterstützt bei …Besonderheiten
GammaIdeenentwicklung, Markenstil, StrukturhilfenErstellt visuelle Konzepte und Texte zugleich
Appy Pie Design AssistantProduktideen, Zielgruppenansprache, Layout-VorschlägeWandelt einfache Beschreibungen in App- oder Website-Konzepte um
Wix KI-BuilderNamensfindung, Layout-Ideen, ZielgruppenanspracheAnpassbare Designs mit KI-generierten Inhalten
SITE123Strukturierung, ZielgruppenfokusSchnelle Einrichtung, einfache Bedienung
WebadorMarkenpositionierung, TextideenVorlagen für kleine Unternehmen, KI-gestützt

Aufgabe

Du entwickelst 2–3 digitale Produktideen – also Apps oder Webseiten – die ein Problem lösen oder einen Mehrwert bieten. Für jede Idee beantwortest zentrale Planungsfragen und sammelst passende Namensvorschläge. So entsteht eine Auswahl, aus der du später deine Lieblingsidee weiterdenken kannst.

Schritt 1: Produktideen finden

Überlege dir 2–3 digitale Produkte, die du spannend findest. → Erlaubt sind nur Apps oder Webseiten.

Wenn du Probleme hast selbst Ideen zu finden, lass dir von einer KI 3 Produktideen für Apps oder Webseiten vorschlagen – gib dafür ein Thema oder eine Zielgruppe ein.

Beispiele:

  • Eine App für nachhaltiges Einkaufen
  • Eine Website für kreative Lernmethoden
  • Eine Plattform für lokale Events

Schritt 2: Für jede Idee beantworten

Beantworte die folgenden Fragen für jede einzelne Produktidee:

  1. Was ist die Grundidee? → Was soll das Produkt können? Welches Problem wird gelöst?
  2. Wer ist die Zielgruppe? → Alter, Interessen, Bedürfnisse, digitale Gewohnheiten
  3. Was ist der Stil & die Tonalität? → z. B. verspielt, seriös, kreativ, technisch, emotional
  4. Was macht das Produkt besonders? → Gibt es einen klaren Nutzen oder ein Alleinstellungsmerkmal?

Schritt 3: Namensideen sammeln

Finde für jede Produktidee 2–3 passende Namensvorschläge. Achte auf Klang, Bedeutung, Wiedererkennung und Zielgruppenbezug.

Abgabeform

Halte deine Ideen und Antworten in einem Dokument, auf einem Arbeitsblatt oder digital fest.

Visuelles Design mit KI

Visuelles Design ist ein zentraler Teil der Produktgestaltung. Es bestimmt, wie ein Produkt wahrgenommen wird – ob es verständlich, attraktiv und nutzerfreundlich ist. Mithilfe von KI-Tools lassen sich Designs schnell generieren, Varianten entwickeln und ihre Wirkung analysieren. Ziel ist es, Informationen klar, ansprechend und passend zur Zielgruppe zu vermitteln.

Gestaltungsdimensionen:

  • Farbe – erzeugt Stimmung, signalisiert Funktion
  • Form – schafft Wiedererkennung, unterstützt Struktur
  • Typografie – beeinflusst Lesbarkeit und Stil
  • Layout – ordnet Inhalte, lenkt Aufmerksamkeit

KI als Co-Gestalter

Was kann KI im visuellen Design?

  • generiert Logos, Icons, Farbpaletten, Layouts
  • schlägt Varianten vor (z. B. für Zielgruppen, Stile, Trends)
  • erkennt Muster und optimiert Designs datenbasiert
  • erstellt Mockups für Apps, Verpackungen, Websites
  • unterstützt bei Präsentation und Branding

Vorteile:

  • schnelle Ideenfindung
  • viele Varianten in kurzer Zeit
  • kreative Impulse
  • einfache Bedienung für Einsteiger:innen

Grenzen:

  • kein echtes Verständnis für Kontext oder Zielgruppe
  • Designs können generisch oder überästhetisiert wirken
  • ethische Fragen bei Urheberrecht und Originalität

3. Tools für visuelles Design mit KI

ToolFunktionKI-Integration
Canva mit KILayouts, Social Posts, PräsentationenKI zentral integriert (z. B. Magic Design, Text-to-Image)
Microsoft DesignerPoster, Branding, WerbematerialienKI zentral integriert (Designvorschläge, Bildgenerierung)
LookaLogo-Generator mit StilwahlKI zentral integriert (automatisierte Logo-Erstellung)
KreateableVarianten für Claims, Logos, FarbenKI zentral integriert (Claim- und Design-Generator)
UizardMockups für Apps und WebsitesKI zentral integriert (Text-to-UI, Autodesign)
DALL·E / MidjourneyBildideen, Illustrationen, StileKI zentral integriert (Text-to-Image)
FigmaUI-Design, Prototyping, TeamarbeitKI nicht zentral integriert, nur über Plugins wie Magician, Locofy, Autoname
PenpotOpen-Source UI/UX-Design im BrowserKeine native KI, aber offen für externe KI-Integration
FramerVisuelles Webdesign mit direkter VorschauKI teilweise integriert (z. B. Textvorschläge, Layoutideen)
Locofy.aiKonvertiert Design-Elemente in sauberen CodeKI zentral integriert (Design-to-Code)
TeleportHQErstellt responsive Webseiten mit KI-UnterstützungKI zentral integriert (automatisierte Struktur und Code)
LovartGeneriert visuelle Assets, Logos, IllustrationenKI zentral integriert (Text-to-Design, Stilvorgaben, Varianten)

Beispiel:

Beispiel-Prompt: Erstelle ein Logo für eine fiktive Lernplattform mit KI-Fuchs. Erstellt mit Lovart.

Aufgabe

Schritt 1: Idee auswählen

Wähle eine deiner 2–3 Produktideen aus der Planungsphase aus. Entscheide dich für die Idee, die dich am meisten anspricht oder die du dir visuell gut vorstellen kannst.

Für die visuelle Gestaltung eignen sich besonders die kostenlosen KI-Tools Canva mit KI, Microsoft Designer, Looka, Kreateable, Uizard, Lovart und DALL·E, da sie zentral integrierte KI-Funktionen bieten und ohne Vorkenntnisse nutzbar sind.

Schritt 2: Visuelles Konzept gestalten

Gestalte ein erstes visuelles Konzept für dein Produkt. Nutze eigene Skizzen, digitale Tools oder KI-Vorschläge.

Bearbeite folgende Punkte:

  • Farbpalette: Welche Farben passen zur Idee und Zielgruppe?
  • Logo oder Symbol: Gibt es ein zentrales Icon oder Bildzeichen?
  • Layout-Idee: Wie könnte die Startseite oder der Hauptscreen aussehen?
  • Stilrichtung: Wähle 3 Adjektive, die den visuellen Stil beschreiben (z. B. klar, verspielt, retro, techy)

Schritt 3: Varianten & Reflexion

Erstelle 2–3 Varianten deines Designs (z. B. unterschiedliche Farbkombis oder Layouts). Vergleiche die Wirkung und entscheide, welche Variante du weiterverfolgen würdest.

Reflexionsimpuls: Welches Design passt am besten zur Zielgruppe und zur Funktion des Produkts?

 4. Varianten & Optimierung

Was bedeutet Variantenbildung mit KI?

KI kann aus wenigen Stichpunkten oder Entwürfen zahlreiche Alternativen generieren – z. B.:

  • verschiedene Layouts für eine Startseite
  • mehrere Slogans mit unterschiedlicher Tonalität
  • Textvarianten für Produktbeschreibungen
  • Farb- und Stiloptionen für Logos oder Icons

So entsteht ein kreativer Raum, in dem Schüler:innen vergleichen, auswählen und weiterentwickeln können.

 Wie funktioniert KI-gestützte Optimierung?

KI erkennt Muster in Sprache und Design, schlägt passende Ergänzungen vor und hilft, Inhalte zu verbessern. Das kann z. B. bedeuten:

  • Texte werden klarer, kürzer oder zielgruppengerechter formuliert
  • Layouts werden übersichtlicher oder visuell ansprechender
  • Varianten werden automatisch bewertet oder priorisiert
  • Wiederholungen, Unklarheiten oder Stilbrüche werden erkannt

Die Optimierung erfolgt schneller und strukturierter als bei rein manueller Gestaltung.

Aufgabe

Lass dir von einer KI 2–3 Varianten deines Namens, Slogans, deiner Beschreibung oder deines Layouts vorschlagen – je nachdem, mit welchem Teil du noch nicht zufrieden bist. Vergleiche die Wirkung und entscheide, welche Variante du weiterverfolgen möchtest.

Reflexionsimpulse:

Was würde ich noch verändern oder kombinieren?

Welche Variante passt am besten zur Zielgruppe?

Welche wirkt am klarsten, kreativsten oder überzeugendsten?

3. Text & Sprache

Was bedeutet sprachliche Gestaltung?

Text & Sprache sind zentrale Elemente der Produktkommunikation. Sie entscheiden darüber, wie ein Produkt wahrgenommen wird, ob es verständlich ist und ob es zur Zielgruppe passt. Dazu gehören:

  • Produktname – prägnant, kreativ, wiedererkennbar
  • Slogan – emotional, witzig oder informativ
  • Kurzbeschreibung – erklärt Nutzen und Funktion in wenigen Sätzen
  • Sprachstil – z. B. locker, technisch, verspielt, seriös

Ein guter Text ist nicht nur korrekt – er spricht an, bleibt im Kopf und passt zum Design.

Wie unterstützt KI bei Text & Sprache?

KI kann in dieser Phase:

  • Namensideen generieren
  • Slogans vorschlagen
  • Produktbeschreibungen formulieren
  • Zielgruppenansprache simulieren
  • Storytelling-Impulse liefern
  • Social-Media-Posts vorschlagen
  • Stilrichtungen vergleichen
  • Varianten erzeugen und zur Auswahl stellen

Kostenlose KI-Tools für Text & Sprache

ToolFunktion
KreateableGeneriert Varianten für Claims, Produktnamen, Slogans und Markenstil
NamelixErstellt kreative und zielgruppenorientierte Produktnamen aus Stichwörtern
Copy.aiLiefert Werbetexte, Slogans und Produktbeschreibungen in verschiedenen Tonalitäten
ChatGPT (Free)Unterstützt bei Textideen, Stilvergleichen und Formulierungsvarianten
Canva mit KIBietet KI-gestützte Textvorschläge für Präsentationen, Poster und Social Posts
LovartKombiniert visuelle Gestaltung mit textbasierter Markenentwicklung (Name, Claim, Stil)
Microsoft CopilotLiefert Textvorschläge, Slogans, Produktbeschreibungen und Stilreflexion in Word, Edge, PowerPoint
Gemini (Google)Generiert Texte, Namen, Slogans und Stilvarianten aus natürlichen Spracheingaben

Beispiel:

Erstellt mit MicrosoftCopilot

Aufgabe

Schritt 1: Produktname überprüfen

„Du hast deinen Produktnamen bereits in der Planungsphase festgelegt. Überprüfe ihn jetzt noch einmal: Passt er zur Zielgruppe, zum Design und zur Funktion?“

Optional: Lass dir von einer KI alternative Namensvorschläge machen und vergleiche Wirkung und Stil.

 Schritt 2: Slogan entwickeln

Formuliere einen kurzen Slogan, der dein Produkt beschreibt oder bewirbt.

Optional:

  • Variiere Tonalität (z. B. witzig, emotional, sachlich)
  • Nutze KI zur Inspiration und vergleiche Varianten

Schritt 3: Kurzbeschreibung schreiben

Schreibe 2–3 Sätze, die erklären, was dein Produkt kann und warum es nützlich ist.

→ Optional:

  • Gib deine Stichpunkte in eine KI ein
  • Vergleiche die Textvorschläge und wähle die passendste Variante

Schritt 4: Sprachstil reflektieren

Welche drei Adjektive beschreiben den Sprachstil deines Produkts am besten?

→ z. B. klar, verspielt, nachhaltig, technisch, freundlich

5. Präsentation & Branding

Traditionell werden Branding und Präsentation als abschließende Phase der Produktentwicklung betrachtet und auch als finaler Schritt in dieser Einheit behandelt. Jedoch hat sich die Art der Zusammenarbeit durch KI grundlegend gewandelt. In der modernen Produktentwicklung ist dies kein starrer Prozess mehr, der erst ganz am Ende beginnt, sondern eine Entwicklung in zwei Stufen:

  • Von Anfang an dabei (Strategie): Damit die KI dir passende Namen, Texte oder Designs liefern kann, musst du das Branding bereits zu Beginn (Schritt 1) definieren. Deine Markenwerte und die Zielgruppe dienen als „Rezept“ für die KI-Prompts. Ohne diesen frühen strategischen Rahmen würden die KI-Ergebnisse beliebig wirken.
  • Der finale Feinschliff (Qualitätssicherung): Dass dieser Punkt dennoch am Ende unserer Einheit steht, liegt an seiner Funktion als Kontrollinstanz. In der finalen Phase führst du die losen Fäden zusammen und verpasst dem Projekt den letzten Schliff. Du prüfst, ob der „rote Faden“ zwischen deiner ersten Planung und den generierten Ergebnissen stimmig ist und bereitest die Inhalte so auf, dass sie eine emotionale Wirkung beim Gegenüber erzielen.

Das bedeutet für dich: Du nutzt das Branding während des gesamten Kurses als Werkzeug, um die KI zu steuern, und nutzt die finale Phase, um aus den besten Varianten ein glanzvolles und stimmiges Gesamtergebnis zu formen.

Was bedeutet Branding?

Branding ist die Kunst, ein Produkt so zu gestalten und zu kommunizieren, dass es wieder erkennbar, glaubwürdig und attraktiv wirkt. Es umfasst:

  • Markenbild: Farben, Formen, Stil, Logo
  • Markensprache: Name, Slogan, Tonalität
  • Markenbotschaft: Nutzen, Haltung, Zielgruppe
  • Markenwirkung: Emotionen, Vertrauen, Wiedererkennung

→ Ein gutes Branding verbindet Design und Sprache zu einer klaren Identität.

Wie unterstützt KI bei Präsentation & Branding?

KI kann:

  • Präsentationslayouts vorschlagen
  • Textbausteine optimieren (z. B. Elevator Pitch, Slogan, Beschreibung)
  • Markenstile vergleichen und visualisieren
  • Feedback simulieren (z. B. „Wie wirkt das auf Jugendliche?“)

Beispiel:

Erstellt mit Lovart

Aufgabe

Aufgabe: Markenporträt erstellen

Stelle dein Produkt in einem kurzen Markenporträt vor. Verbinde Design, Text und Zielgruppenwirkung zu einem stimmigen Gesamtbild.

Bearbeite folgende Punkte:

  • Name & Slogan
  • Kurzbeschreibung (2–3 Sätze)
  • Farbwelt & Stil (z. B. 3 Adjektive)
  • Logo oder Symbol (Skizze, KI-Vorschlag oder Beschreibung)
  • Zielgruppe & Nutzen
  • Markenwirkung (Was soll beim Publikum ankommen?)

Nutze KI zur Optimierung von Texten, Layouts oder Stilbeschreibungen.